
[Wir übernehmen keine Haftung für Richtig- und Vollständigkeit, da sich vor Ort die Situation täglich ändern kann. Alle Angaben beruhen jeweils auf der Situation zur Zeit des angegebenen Datums!]
Südamerika
Wir haben die Reise nach Südamerika im Oktober 2006 auf dem Schiff "Grande Buenos Aires" der Grimaldi Line gemacht.
Die Außenkabinen sind geräumig. Fenster sind zu öffnen – meist aber verklebt und somit doch nicht zu öffnen. Belüftung nur über Klimaanlage.
Wir haben unsere Federbetten mit in die Kabine genommen, da es nur eine Wolldecke gibt. Die Betten sind hart. Handtücher und Bettwäsche werden vom Stewart regelmäßig gewechselt, der auch täglich die Kabine säubert.
Es gibt drei Mahlzeiten vom italienischen Koch. Mittags und Abends warmes Essen. Der Koch und der Stewart (bei unserer Fahrt ein Inder) versuchen alle Wünsche zu erfüllen. Die Hälfte der Mannschaft war Inder. Somit gab es auch vegetarisches Essen (Reis, Dal, Salat).
In der Kabine ist ein kleiner Kühlschrank. Man kann deshalb gut eigene Lebensmittel lagern.
Außer Alkohol gibt’s es an Bord nichts zu kaufen, deshalb Schokolade nicht vergessen.
Für die sportliche Betätigung gibt es Trimmgeräte, eine Tischtennisplatte und ein Tischfußballspiel.
Eine kleine Bücherei mit deutschen, englischen und italienischen Büchern ist im Aufenthaltsraum, genau wie einige Spiele und ein Videogerät. Man sollte deshalb auch an entspr. DVD's denken.
Auf Deck stehen einige Liegestühle für sonnige Tage.
Die Steckdosen verlangen nach italienischen Steckern (drei schmale Stifte in Mittelreihe). Bitte an Adapter denken.
Im Bad ist ein Fön. Für die Passagiere gibt es eine eigene Waschmaschine aber keinen Trockner. Auf Deck lässt sich eine Leine spannen. Entspr. vorsorgen.
Für die Sicherheit der Wohnmobile in Häfen garantiert niemand an Bord. Insbesondere in Dakar und Conakry ist immer eine latente Gefahr vorhanden. Die Mannschaft ist voll mit Ladetätigkeiten ausgelastet. Man sollte deshalb mit dem Chief Mate für die Aufenthalte in den Häfen einen eignen Sicherheitsdienst aushandeln. Trotz Absprachen werden diese aber nicht eingehalten. Man muss ständig nachfassen und vor Ort präsent sein.
Landgänge sind möglich.
Zw. Conakry und Salvador / Brasilien kann man nach Absprach die Brücke und den Maschinenraum besichtigen.
In den Häfen funktionieren die deutschen Handy. In Conakry funktioniert D 1 nicht.
Stand: 23.10.2006
G
01. Geräteliste für Afrika auf der "Grande Buenos Aires" der Grimaldi Line
Auf der Strecke zw. Bilboa und Casablanca wurden wir aufgefordert, unsere elektronischen Geräte, die wir in der Kabine haben, anzugeben. Diese wurden für alle Reisenden in einer Liste zusammengestellt, die jeweils beide Eheleute unterschreiben mussten.
Auf Befragen wurde uns mitgeteilt, dass dies für alle Häfen in Afrika notwendig sei. Später dann die gleiche Prozedur für die Häfen in Südamerika.
Tipp: Sich bereits früher eine Liste erstellen, die man abgeben kann.
Stand: 11.10.2006
02. Geräteliste für Argentinien
Im Internet und in Reisebüchern erfolgt der Hinweis, dass bei der Einreise nach Argentinien alle Geräte, die mitgeführt werden – mobil und im Womo eingebaut – anzugeben sind. Die Liste wird in dreifacher Ausfertigung verlangt. S. a. Grenzformalitäten!
Tipp: Liste bereits in D erstellen und kopieren.
Stand: 10.11.2006
03. Grenzformalitäten
03.1 Einreise Nach Argentinien
Nachdem unser Schiff am Kai festgemacht hatte, erschien nach ca. 1 Std. der Zoll. Die Immigration mit Touristenkarte und Einreisestempel wurde schon im Hafen von Zarate an Bord erledigt.
Der Zollbeamte will nur unseren Pass sehen, damit er die persönlichen Daten abschreiben kann. Darüber hinaus müssen wir nur noch den KFZ-Schein vorlegen. Er fragt nach Kühlschrank und Fernseher und will wissen, ob wir ein Motorrad dabei haben. Als Deklaration der eingeführten Geräte dient die vom Schiffspersonal erstellte Geräteliste. Die an verschiedenen Stellen im Internet erwähnten Unterlagen, die in dreifacher Ausfertigung vorzulegen wären, werden nicht verlangt. Kein Internationaler Führerschein, keine Internationale Zulassung, keine Frage nach der Versicherung, keine Kopien vom Führerschein. Nichts wird verlangt! Auch kein Carnet de Passage, das die argentinische Botschaft in D und der ADAC als absolut notwendig bezeichnet haben. So sind wir alle recht bald abgefertigt und warten mit unseren Womos auf Deck sechs vor verschlossenem Gitter, während der Beamte und die Crew Mittag macht. Dann erscheint er und wirft in jedes Womo einen kurzen Blick. Kein Kühlschrank wird geöffnet. Keine Frage nach verbotenen Lebensmitteln. Nichts von alldem geschieht, von dem im Internet berichtet wird. Der Beamte fährt im ersten Womo mit zum Hafengate. Dort klärt er alles ab und wir dürfen den Hafen verlassen.
Beim nächsten ankommenden Schiff kann aber schon nichts mehr von dem o.a. stimmen!!!
Stand: 09.11.2006
03.2 Besuch der Iguazú-Fälle in Brasilien
An der Grenze müssen bei der Ausreise aus Argentinien alle Fahrgäste des Linienbusses durch die argentinische Kontrolle. Man bekommt einen Ausreisestempel. Weiter mit dem Bus. Die Brasilianer haben keine Formalitäten. Der Bus hält nicht an. Auf der Rückfahrt die Prozedur in umgekehrter Reihenfolge. Kein Halt an der brasilianischen Grenze. In Argentinien Einreisekontrolle mit Einreisestempel. Wichtig bei Polizeikontrollen. Die gesamte Abwicklung geht schnell und formlos.
Stand: 09.11.2006
03.3 Fahrt nach Feuerland durch Chile
Nach Rio Gallegos auf Schotter zur Grenze Argentinien / Chile. Die argentinischen Formalitäten dauern 20 Min. Dann geht es 500 m weiter zum chilenischen Grenzgebäude.
In Chile gibt es drei Schalter. Bei Schalter 1 muss man das Zollpapier für das Womo abgeben. Dafür gibt es einen Laufzettel mit Stempel. Bei Schalter 2 ist die Immigration, d.h. Einreisestempel. Für jeden ist ein Touristenpapier auszufüllen, das man sich besorgen sollte bevor man sich in die Schlange stellt. Gleiches gilt für Schalter 3 beim Zoll. Hier wird ein Zolldokument für das Womo ausgestellt. Dann ist für jede Person ein Formular auszufüllen und zu unterschreiben. Hierauf sind u.a. die mitgeführten Lebensmittel zu erklären. Ein freundlicher Beamte/Beamtin nimmt dieses Dokument entgegen und geht dann zur Kontrolle mit ins Womo. Wir geben ab: eine Orange, eine Zwiebel, eine kümmerliche Gurke einen dafür gekauften Maiskolben und zwei Eier. Wer mehr abliefern muss, der hat nicht vorgesorgt! Die gesamte Prozedur an der chilenischen Grenze dauert eine Stunde und 25 Minuten!
In Chile ist nach der Fähre die Ruta # 257 noch ein ganzes Stück geteert. Ab Cerro Sombrero dann aber Schotter, der sehr schlecht sein soll. Wir sind die Strecke nicht gefahren. Auf Anraten sind wir die Ruta Y 79 gefahren, die auf langen Strecken recht brauchbar ist. Trotzdem viele Schlaglochabschnitte. Insgesamt eine landschaftlich ansprechende Strecke.
Um 17:30 pm sind wir wieder an der chilenischen Grenze. Die Schalter für die Ein- und Ausreise sind nicht getrennt. Daher eine große Warteschlange. Wieder die drei bekannten Schalter. An Schalter 1 (Polizei) gibt es den Ausreisestempel. An Schalter 2 (Zoll) geben wir das Papier fürs Womo ab. Dafür Wartezeit von 50 Min.
Die argentinische Grenze ist etwa 15 km entfernt. Schotterstrecke. Um 19:00 pm an der Grenzstation. Jetzt wieder warten an den Schaltern 1 – 3. Die Argentinier verwenden die gleichen Personalpapiere wie die Chilenen. Man bekommt sie an Schalter 1. Dort dann auch der Einreisestempel. Für Schalter 2 ist ein ähnliches Zollpapier wie für Chile erforderlich. Darauf soll auch alles angegeben werden, was man einführt. Hier wird auch das Zolldokument für das Womo erstellt. Die Warteschlange ist lang. Überraschend taucht ein Beamter auf, der mich fragt, ob Autopapiere ausgestellt werden müssen. Er nimmt mich zu seinem Computer in der Kontrollhalle mit und stellt mir dort das Womopapier aus. Das Zollpapier will er nicht haben!. Dann sind wir nach ca. 30 Min wieder in Argentinien.
Stand: 20.12.2006
04. Gas (Propan) tanken
01. Argentinien
Viele Womos kommen in Buenos Aires an und haben leere Gasflaschen. Unsere Agentur war der Auffassung, dass wir unsere Flaschen nicht leeren müssen. Somit können wir zu Buenos Aires keine Angaben machen.
Als die erste Flasche leer war, begannen die Probleme. Überall gibt es Tankstellen mit GNC. Dieses Gas wird nicht in unsere Flaschen gefüllt. Der Fülldruck soll auch zu hoch sein. Verlässliche Angaben haben wir nicht bekommen, da wir kein Spanisch sprechen.
Dort wo Gasflaschen verkauft und gefüllt werden (z.B. bei YPF) wurden wir abgewiesen. Es gäbe keinen Adapter!?
Auf einem Campingplatz hat man unsere Flasche mitgenommen und halbvoll zurückgebracht. Die Lösung heißt "Umfüllen". Dazu braucht man einen Schlauch mit auf beiden Seiten gleichen Adaptern (s. Bild). In Läden, die Gasgeräte verkaufen oder auch in Eisenwarenläden, kann man die Teile kaufen und zusammenbauen.


Flaschen Adapter
Trotz dieses Schlauches funktionierte eine Umfüllaktion nicht. Die zu füllende Flasche muss ganz leer sein, damit kein Druck vorhanden ist. Dann fließt Gas aus der abgebenden Flasche. Erst in Esquel konnten wir mit Hilfe des Campingplatzbesitzers – nach einer Rundfahrt durch fünf Läden – einen kompletten Adapter zusammenbauen und haben dank seiner Hilfe in einem Laden die Flasche gefüllt bekommen.
Ushuaia
Erstmals in Ushuaia konnte eine leere Flasche ohne Fragerei nach Adapter oder irgendwelchen Zweifeln gefüllt werden. Die Füllung erfolgte bei SARTINI GAS. Die Firma liegt nach der Polizeikontrolle und dem Kreisel an der Ave. Hereos de Malvinas 4620 (obere Straße) bei Pos. –54°47'23,7'' / -68°13'45,8''. 12 kg kosteten 20,50 Pesos.
Stand: 26.12.2006
Rio Grande
Wir fahren zu Gas Austral, um die Flasche füllen zu lassen.
Gas Austral liegt an der Ruta # 3 nach Rio Grande, Richtung Ushuaia, auf der rechten Seite. Pos. –53°48'03,7''/ -67°44'45,5''.
Ein Mitarbeiter lädt sich die Flasche auf und bringt sie nach einiger Zeit zurück. Die eingefüllte Menge, die er angibt, kann nicht stimmen, schon deshalb weil die Flasche noch zu ¼ gefüllt war und nun etwas mehr als ¾ gefüllt ist. Bei der prekären Gassituation aber schon ein echter Erfolg.
Stand: 29.12.2006
02. Chile
In Chile ist die Füllung der Gasflaschen nicht so problematisch. Im ganzen Land gibt es von verschiedenen Anbietern (Lipigas, abastible etc.) Gasfüllstationen, die man im Internet suchen kann (www.lipigas.cl). An einigen Stellen werden die Flaschen ohne Kommentar zur Füllung angenommen. Bei anderen Stationen wird man auf die "Gaswagen" verwiesen, die Tanks bei Firmen oder Privatleuten füllen.
Diese Gasautos verwenden die gleiche Füllpistole wie bei deutschen Gastankstellen. Man sollte sich deshalb in D einen entsprechenden Adapter besorgen. Wir haben an solchen Gasautos getankt.
Stand: 19.02.2007
P
Polizeikontrollen 01. Bei Concordia auf Ruta # 14 in RA
Als wir Concordia verlassen, geraten wir in die erste Polizeikontrolle, die auf der Ruta # 14, an der zweiten Stadteinfahrt von Süden kommend, ständig aufgebaut ist. In Spanisch verlangt man Führerschein, Fahrzeugschein, Pass, Touristenkarte. Alles recht problematisch, bis wir begreifen, was man will. Dann wird’s schwierig: Kontrolle, ob vorschriftsmäßig mit Abblendlicht gefahren wird, Aufkleber 90 km/h angebracht, ein Feuerlöscher an Bord ist und ob zwei Warndreiecke vorhanden sind. Wir können – nach Lösung der spanischen Rätsel – mit allem dienen und müssen keine Strafe zahlen, die fällig wird, wenn ein Teil fehlt. Am Ende bin ich doch etwas fahrig, weil ich das zweite Warndreieck nicht zeigen kann. Ich habe einfach behauptet, es ist im Kasten auf dem Dach. Damit ist man zufrieden!
Tipp: 2 Dreiecke und Feuerlöscher im Womo mitführen.
Stand: 09.11.2006
02. Nach Chajari auf Ruta # 14 RA
11 km nach Chajari in Richtung Norden die zweite Polizeikontrolle. Diesmal aber ohne Vorzeigen des Feuerlöschers und der Warndreiecke. Sonst gleiches Spiel.
Stand: 09.11.2006
W
Wäsche waschen
Rio Grande – Feuerland
Da die Wäscherei um 9:00 am öffnet, starten wir schon um 8:30 am vom Campingplatz. Wir parken in der Ave. Perito Moreno direkt vor der Wäscherei, die pünktlich öffnet. Pos. -53°47'22,4'' / -67°41'53,7''. Es ist ein Waschsalon (Münzwäscherei), bei dem man seine Wäsche selbst einlegt und nicht abgibt. Ebenso ist es mit dem Trockner. Der Waschvorgang dauert ca. 1 Std. Der Trockner je nach persönl. Bedarf.
Inzwischen haben wir in vielen Orten in Argentinien und Chile unsere Wäsche waschen lassen. Meist gibt es mehrere "Lavanderias". Sie öffnen in der Regel um 9:00 Uhr morgens. Um diese Zeit sollte man die Wäsche abgeben, um sie am Spätnachmittag oder frühen Abend abzuholen. Oft werden Bunt- und Weißwäsche nicht getrennt gewaschen. Abgerechnet wird nach Gewicht. Man kann die Wäsche auch bügeln lassen. Wir haben auch schon Verluste gehabt!
Anmerkung: Natürlich kann man die Wäsche auch selbst waschen, auf Campingplätzen oder dann, wenn fließendes Wasser vorhanden ist. Das Problem ist aber die Trocknung. Bei den Wetter- und Windverhältnissen auf Feuerland hat man aber damit meist wenig Glück. Im Womo trocknen?
Stand: 19:.02.2007
Z
Zollliste für Deutschland
Teure (insbesondere neuwertige) Gegenstände des persönlichen Gebrauchs – die wieder nach D mitgebracht werden (Kamera, Foto, Notebook, Diktiergerät) – können u.U. mit Zoll belegt werden, wenn man nicht den Nachweis erbringen kann, dass sie in D gekauft wurden. Als Nachweis dient die Kaufquittung.
Tipp: Um Schwierigkeiten auszuschließen, sollte man sich beim örtlich zuständigen Zollamt die Ausfuhr bestätigen lassen. Das Zollamt hält einen entspr. Vordruck bereit. Eine entspr. Liste beschleunigt die Bearbeitung.
Es ist damit zu rechnen, dass man alle aufgelisteten Geräte im Zollamt vorzeigen muss.
Die Bescheinigung wurde im Sep. 2006 kostenlos ausgestellt. Stand. 11.10.2006
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