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Karte MS Encarta
Zentralamerika
Fest steht, dass es von Kolumbien auf dem Landweg kein Weiterkommen nach Zentralamerika gibt. Die Panamericana, die Nord-, Zentral- und Südamerika von Alaska bis Feuerland miteinander verbindet, ist im Grenzbereich zwischen Kolumbien und Panamá unvollendet.
Der Darién-Gap, eine Strecke von etwa 160 Kilometern, zumeist sumpfiger Dschungel, liegt zwischen Ostpanamá und dem Dorf Barranquillita im Nordwesten von Kolumbien.
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Über die Vollendung des Highways konnten sich Panamá und Kolumbien bislang nicht einigen. (Auszüge aus der Microsoft® Encarta® Enzyklopädie)
Somit müssen wir unseren Truck von Ecuador aus auf dem Seeweg nach Panamá bringen. Klar ist auch, dass wir nicht mit auf einem Schiff sein können, wir müssen fliegen.
Von Panamá folgen alle zentralamerikanischen Staaten. In GUATEMALA werden wir die Ruinenstadt Tikal besuchen und über BELIZE nach Yucatán in MEXICO weiterfahren. Mexiko bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, so dass wir auch hier einige Zeit verweilen werden, bis wir die Grenze nach Californien, Arizona oder Texas überqueren. Auf mehr oder weniger bekannten Wegen geht es dann nach Norden, bis wir irgendwann in Alaska an die Beaufortsee kommen.
Aber auch dann ist die Reise noch nicht zu Ende. Auf jeden Fall möchten wir die Bären beim Lachsfang sehen und der Dempster Hwy in Yukon / CDN wartet noch auf uns.
Dann wieder zurück zum Icefield Pkwy und an CANADAS Ostküste. Der Schlusspunkt wird womöglich in Maple Grove gesetzt. Hier oder irgendwo in USA oder Canada wollen wir den Truck verkaufen und mit dem Flieger nach Deutschland zurückkommen.
© Copyright Norbert Fuchs 2008 - Alle Rechte vorbehalten
Zentralamerika
Einleitung
Zentralamerika, Gebiet des amerikanischen Kontinents, das eine lang gestreckte festländische Brücke zwischen Nord- und Südamerika bildet.
Die Gesamtfläche Zentralamerikas beträgt etwa 523 000 Quadratkilometer. Das Gebiet umfasst die Länder Guatemala, Belize, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panamá. In Zentralamerika leben annähernd 28,4 Millionen Menschen. Häufig wird Zentralamerika mit Mittelamerika gleichgesetzt. Die Region Mittelamerika umfasst jedoch nach der festgelegten Abgrenzung neben der zentralamerikanischen Landbrücke auch das Karibische Meer sowie die gesamte karibische Inselwelt mit Großen und Kleinen Antillen.
Land
Nach streng geologischer Auffassung beginnt Zentralamerika im Norden an der schmalen Landenge (Isthmus) von Tehuantepec im südlichen Teil von Mexiko, das noch zu Nordamerika gezählt wird. Im Süden wird Zentralamerika durch das Flusstal des Río Atrato in Kolumbien, etwas östlich der Grenze zu Panamá gelegen, begrenzt. Während eine naturräumliche Abgrenzung nach Erscheinungen im Landschaftsbild vorgeht, orientiert sich eine politische Abgrenzung des Raumes an Ländergrenzen. Dies liegt z. B. an der besseren statistischen Erfassbarkeit des Raumes hinsichtlich Daten zu Bevölkerung oder Wirtschaft. Auch in diesem Beitrag wird Zentralamerika nach politischen Aspekten abgegrenzt, die zum Naturraum Zentralamerika gehörenden Teile Mexikos und Kolumbiens werden von der näheren Betrachtung ausgeschlossen.
Geologische Entstehung
Zentralamerika ist eine besonders instabile Region der Erdkruste; es liegt am westlichen Rand der Karibischen Platte (siehe Plattentektonik). Vor etwa 25 Millionen Jahren, im Miozän, begann sich die Karibische Platte unter den Rand der Cocosplatte zu schieben (Subduktion), wodurch das Land aus dem Meer gehoben wurde. Im frühesten Stadium bildeten sich eine Halbinsel und ein Archipel. Vor etwa drei Millionen Jahren verbanden sich die verstreuten Inseln durch weitere Landhebung miteinander und bildeten eine Landbrücke, die seither Nord- und Südamerika miteinander verbindet.
Mit der Subduktion der Karibischen Platte und den folgenden Verwerfungen gingen vulkanische Ausbrüche und Erdbeben einher. So hat Zentralamerika 14 aktive Vulkane. Im 20. Jahrhundert wurde Managua, die Hauptstadt Nicaraguas, zweimal durch ein Erdbeben zerstört, wobei durch das letzte im Jahr 1972 etwa 10 000 Menschen ums Leben kamen. Vulkanische Aktivitäten haben eine Landschaft geformt, die mit hohen Vulkankegeln durchsetzt ist. In den Kraterkesseln (Calderas) haben sich zum Teil großflächige Seen gebildet.
Geomorphologische Einheiten
Zentralamerika erreicht in Nicaragua mit etwa 500 Kilometern seine größte Breite; an der Landenge von Panamá ist das Gebiet nur 55 Kilometer breit. Es wird überwiegend aus zerklüfteten, gebirgigen Landschaften aufgebaut und umfasst mehr als 100 Vulkane, von denen einige über 4 000 Meter hoch sind. Der Vulkan Tajumulco in Guatemala ist mit 4 210 Metern der höchste. Die Landoberfläche steigt recht abrupt von einer schmalen Küstenebene entlang des Pazifischen Ozeans zu den Bergrücken an und flacht dann allmählich zu einer breiteren Ebene entlang des Karibischen Meeres ab. Nach Osten hin schließt sich dem Hochgebirge Hügelland an, das in sumpfiges Schwemmland übergeht. Die Küstenregionen am Karibischen Meer sind überwiegend flach.
Zwei große Verbindungen zwischen den beiden Ozeanen zerschneiden die Hochebenen Zentralamerikas. Dies ist zum einen die Nicaragua-Senke, die den tiefsten Einschnitt in den amerikanischen Kordilleren markiert. Sie verläuft vom Golf von Fonseca, einer Bucht des Pazifischen Ozeans, im Nordwesten bis zur karibischen Küste von Costa Rica im Südosten. In der Senke befinden sich der Nicaraguasee und der Managuasee. Die zweite Verbindung stellt die Landenge von Panamá dar. Sie bildet die schmalste und niedrigste Stelle zwischen dem Pazifischen Ozean und dem Karibischen Meer. Durch diese Senke verläuft auch der Panamákanal. Die pazifische Küste ist etwa 2 830 Kilometer, die karibische ungefähr 2 740 Kilometer lang. Der karibischen Küste sind verschiedene Inselgruppen mit meist kleinen Inseln vorgelagert.
Flüsse und Seen
Die längsten Flüsse in Zentralamerika fließen in das Karibische Meer, während viele kleine Flüsse in den Pazifik münden. Zu den längeren Flüssen gehören Motagua in Guatemala; Ulúa, Aguán und Patuca in Honduras; Coco, der einen Teil der Grenze zwischen Honduras und Nicaragua bildet; Río Grande und Escondido in Nicaragua; und San Juan, der einen Abschnitt der Grenze zwischen Nicaragua und Costa Rica darstellt. Einige der in das Karibische Meer entwässernden Flüsse sind mit kleinen Schiffen befahrbar, während die in den Pazifik mündenden aufgrund ihres stärkeren Gefälles bzw. der geringen Wassertiefe für die Schifffahrt nicht nutzbar sind.
In Zentralamerika gibt es drei große Seen: den Nicaraguasee und den Managuasee in Nicaragua und den Gatunsee in Panamá. Ein Teil des Panamákanals, Schifffahrtsweg zwischen dem Atlantik und dem Pazifik, führt durch den Gatunsee.
Klima
Die Temperaturen in Zentralamerika, das zwischen dem nördlichen Wendekreis und dem Äquator liegt, verändern sich vor allem mit der Höhe, weniger nach der geographischen Breite. Aufgrund der Lage in den Tropen sind die Temperaturen ganzjährig hoch. Drei Temperaturzonen lassen sich unterscheiden: Die tierra caliente („heißes Land”) erstreckt sich vom Meeresspiegel bis zu einer Höhe von etwa 900 Metern; die mittlere Jahrestemperatur liegt bei über 24 °C. Die tierra templada („gemäßigtes Land”) reicht von etwa 900 bis 1 800 Meter; die durchschnittliche Jahrestemperatur bewegt sich zwischen 18,3 und 24 °C. Tierra fría („kaltes Land”) ist in Höhen oberhalb von 1 800 Metern verbreitet; hier herrschen mittlere Jahrestemperaturen zwischen 12,8 und 18,3 °C.
Die karibische Küste und die östlichen Berghänge erhalten im Allgemeinen eine doppelt so hohe jährliche Niederschlagsmenge wie die pazifische Küste und die westlichen Berghänge. Die relative Trockenheit der pazifischen Hänge ist auf das Vorhandensein kühler, stabiler Luft zurückzuführen, die durch den kalten Kalifornischen Strom erzeugt wird. Ähnlich dem Humboldt-(Peru-)Strom an der peruanischen Küste kühlt auch dieser Strom die Luft ab. Dadurch kann die Luft nur wenig Wasserdampf aufnehmen, so dass die Werte der relativen Luftfeuchte und damit die Möglichkeiten für Niederschläge verringert werden. Im Gegensatz dazu erlaubt das warme Wasser des Karibischen Meeres der Luft die Aufnahme von übermäßig viel Feuchtigkeit, die dann von den vorherrschenden östlichen Winden auf das Festland gebracht wird. Am stärksten sind die Regenfälle entlang der Moskitoküste im östlichsten Teil Nicaraguas. So beträgt der jährliche Niederschlag in San Juan del Norte etwa 6 350 Millimeter. In den Hochbecken im Windschatten der hohen Gebirge ist es demgegenüber relativ trocken. Hier werden mitunter Jahresniederschläge von 600 Millimetern unterschritten.
Die zentralamerikanische Landbrücke wurde wiederholt von Hurrikans erreicht, die vor allem in den küstennahen Gebieten schwere Zerstörungen anrichteten. Besonders starke Verwüstungen löste im Herbst 1998 der Hurrikan „Mitch” aus.
Flora
Zentralamerika hat eine reichhaltige Pflanzenwelt. Auf der Landbrücke vermischen sich botanische Elemente von Nord- und Südamerika. Die tropischen Tiefland- Regenwälder in der Ebene der karibischen und pazifischen Küste entsprechen den Selvas, den tropischen Regenwäldern Südamerikas. Das trifft besonders auf den Bereich unterhalb von etwa 1 000 Meter Höhe zu. Ausgiebige Regenfälle und die hohe Luftfeuchtigkeit lassen eine Vielzahl unterschiedlicher Arten von Baumfarnen, Lianen und Epiphyten wachsen. Die Pflanzenwelt in Höhen zwischen 1 000 und 1 600 Metern mit den Kieferngewächsen und den Eichenwäldern ähnelt der Flora der mexikanischen Hochländer. Die Baumgrenze der Eiche liegt bei etwa 3 200 Metern, Kiefern können bis in Höhen von etwa 4 000 Metern verbreitet sein. In höheren Lagen Guatemalas wachsen Gräserarten, die man auch in Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika findet. In Höhen über 3 100 Meter gibt es hohe Gräser, die vergleichbar sind mit denen, die oberhalb der Baumgrenze in den Anden in Südamerika wachsen.
Fauna
Auch der größte Teil der Tierwelt in Zentralamerika ähnelt der in Süd- und Nordamerika. Das Opossum findet man auch in Südamerika, ebenso wie Jaguar, Ozelot, Wieselkatze und Langschwanzkatze, die zur Familie der Katzen gehören. Im Gegensatz dazu sind Puma, Graufuchs und Kojote nordamerikanischen Ursprungs. Gürteltiere, Ameisenbären und Faultiere leben auch in Südamerika, Hirsche in Nordamerika. Die große Rundschwanzseekuh, ein im Wasser lebender Pflanzenfresser, überlebt in den isolierten Lagunen des östlichen Zentralamerika. Die Seekuh ist wie die großen Suppenschildkröten und die Leguane Nahrungsmittel. Zentralamerika ist Lebensraum für eine Reihe von Schlangen, darunter die Boa constrictor und der Buschmeister. Papageien, der Quetzal (Wappenvogel Guatemalas) und der Tukan sind in großer Zahl verbreitet. Unter den zahlreichen Fischarten sind besonders die Haie im Nicaraguasee erwähnenswert. Der See hat keine Verbindung zum Meer.
Forstwirtschaft und Fischerei
Fast die Hälfte Zentralamerikas ist bewaldet. So wurden z. B. in den ersten Jahren der europäischen Besiedlung in Belize Farbhölzer, später Mahagoniholz, Chicle (Milchsaft des Sapodillbaumes, der für die Kaugummiherstellung benötigt wird) und Kiefernhölzer gewonnen. Britische Holzgesellschaften schlugen Mahagoni- und Zedernholz entlang der großen karibischen Küste. Heute hat die Forstwirtschaft relativ geringe Bedeutung für die zentralamerikanische Wirtschaft. Hauptsächlich werden Kiefernholz, daneben auch einige Harthölzer wie Zedern, Mahagoni und Rosenholz, geschlagen.
Geschichte
Das Gebiet zwischen Mexiko und Kolumbien war bereits in präkolumbischer Zeit besiedelt: Wichtigstes Volk waren die Maya, deren Kultur in den Hochländern Guatemalas bereits vor dem ersten Jahrtausend v. Chr. entstand. Diese Kultur erreichte ihre größte Blütezeit zwischen 300 und 900 n. Chr., als die Maya in selbständigen Stadtstaaten im heutigen nördlichen Guatemala, in Honduras, Belize und der Halbinsel Yucatán in Mexiko lebten. Kulturelle und wissenschaftliche Errungenschaften der Maya übertrafen die der zeitgenössischen Europäer. Nach 900 fielen toltekische Völker aus Mexiko in das Gebiet der Maya ein.
Zahlreiche, wenn auch weniger zivilisierte Völker bewohnten den verbleibenden Teil der Landenge. Sie handelten sowohl mit südamerikanischen als auch mit nordamerikanischen Stämmen und machten so das alte Zentralamerika zur wirtschaftlichen und kulturellen Brücke zwischen Nord- und Südamerika. Am Vorabend der spanischen Eroberung lag die Bevölkerungszahl nach Schätzungen bei sechs Millionen Menschen, eine Zahl, die erst wieder im 20. Jahrhundert erreicht wurde.
Die Kolonialzeit
Christoph Kolumbus begründete den Anspruch Spaniens auf Zentralamerika 1502, als er die Küste entlang vom Golf von Honduras nach Panamá segelte. Seine Berichte von großem Reichtum hinter den Bergen führten dann zur Eroberung durch die Spanier, die zunächst von Hispaniola aus unter Kolumbus’ Sohn Diego erfolgte. Der charismatische Vasco Núñez de Balboa gründete 1510 Spaniens erste Kolonie in Amerika in Darién und erreichte als erster Europäer auf seinem weiteren Weg 1513 den Ostrand des Pazifischen Ozeans. Sein Nachfolger Pedrarias Dávila, der 1517 Balboas Hinrichtung befahl, weitete die Kolonie beträchtlich aus und gründete 1519 die Stadt Panamá. Von dort aus begann er, Nicaragua und Honduras zu unterwerfen. Anschließend weiteten die Spanier in einem blutigen Kampf ihre Interessen auf Panamá, Hispaniola und Mexiko aus. Pedro de Alvarado wurde der erste Gouverneur, Generalkapitän und Adelantado von Mexiko. Durch die Eroberung wurde eine große Zahl von Indianern getötet; noch mehr starben jedoch durch verheerende Epidemien an Pocken, Pest, Ruhr und Syphilis, die von den Europäern eingeschleppt wurden. Die verbleibenden Indianer wurden von den Spaniern versklavt oder zu Leibeigenen gemacht. Allerdings konnten sich die Indianer ihr Brauchtum und ihre Traditionen erhalten, da die meisten Spanier in den Städten blieben.
Das koloniale Zentralamerika war in zwei Hoheitsgebiete unterteilt. Das Königreich Guatemala erstreckte sich von Chiapas (dem südlichsten Bundesstaat im heutigen Mexiko) bis nach Costa Rica. Obwohl es nominell Teil des Vizekönigreiches Neuspanien war, war es relativ selbständig. Seine Hauptstadt Antigua wurde ein Zentrum für Verwaltung, Geistliche sowie die Großgrundbesitzer und Handelseliten der Kolonie. Der Rest Zentralamerikas (das heutige Panamá) mit seiner wichtigen Transitstrecke wurde Neugranada (dem heutigen Kolumbien) im Vizekönigreich von Peru angegliedert.
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